Prälatin Gabriele Wulz zur Vizepräsidentin des Gustav-Adolf Werkes gewählt

Gabriele Wulz

Prälatin Gabriele Wulz wurde im Herbst 2009 zur Vizepräsidentin des Gustav-Adolf Werkes (GAW), dem Diaspora-Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland, gewählt. Am 29. Januar wird sie in Leipzig mit einem Gottesdienst offiziell in ihr neues Ehrenamt eingeführt.

Unter www.elk-wue.de finden Sie ein Interview mit Gabriele Wulz anläßlich Ihrer Amtseinfühung.

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Versorgungsauftrag für Kindergärten gekündigt

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, hat die evangelische Kirche hat aus Protest über die Haushaltspolitik des Stuttgarter Gemeinderates den Versorgungsvertrag mit der Stadt zum Ende dieses Jahres gekündigt und sich damit die Möglichkeit eröffnet, Einrichtungen an die Stadt zurückzugeben. „Wir haben den Vertrag nicht gekündigt, weil wir von uns aus Kitas aufgeben wollen. Aber wenn die Stadt die Zuschüsse nicht erhöht, sehen wir uns gezwungen, über unser Engagement nachzudenken“, sagt der evangelische Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich, der mit der Kündigung ein Signal an die Stadt und den Gemeinderat senden wollte. Die evangelische Kirche stellt derzeit rund 5200 Plätze in 124 Kitas. Da der Gemeinderate die zugesagten höheren Zuschüsse nicht genehmigt hat, fehlen nur etwa eine Million Euro, mit denen fest gerechnet wurde.

Hintergrund für den Streit sind die unterschiedlichen Zuschüsse, die die Stadt freien Trägern gewährt. Während die beiden großen Kirchen für ihre Kitas 80 Prozent der Personal- und Sachkosten finanziert bekommen, erhalten die anderen freien Träger, darunter Eltern-Kind-Initiativen, 90 Prozent ihrer Kosten über Zuschüsse. „Wir haben diese Ungleichbehandlung immer toleriert, aber jetzt hat sich auch unsere finanzielle Situation dramatisch verschlechtert“, sagt der evangelische Stadtdekan Ehrlich.

Alte Kirche – junge Menschen, ein reiz-volles Bildungsfeld – Einladung zum Jahresempfang 2010 der Offenen Kirche Stuttgart

Am 26.2.2010 um 17.30 Uhr lädt Sie die Offene Kirche Stuttgart nun schon zum zweiten Mal ganz herzlich zu ihrem Jahresempfang in die Schlosskirche im Alten Schloss in Stuttgart ein.

Ein kompetent besetztes Podium wird sich in diesem Jahr mit dem Thema „Alte Kirche – junge Menschen, ein reiz-volles Bildungsfeld“ auseinandersetzen. Bildung ist heute der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe. Die Evangelische Kirche nimmt ihre Mitverantwortung für die Bildung junger Menschen dabei auf vielfältige Weise wahr: in evangelischen Schulen, im Religionsunterricht, in der außerschulischen Jugendbildung, in der Jugendsozialarbeit, in zahlreichen gemeindlichen und übergemeindlichen Projekten. Was aber brauchen Jugendliche heute zum Leben und wo lernen sie es? Was kann Kirche zum Bildungsziel Leben beitragen?


Programm

Ein Impulsreferat von Prof. Dr. Martin Weingardt, PH Ludwigsburg, wird in das Thema einführen – im Anschluß werden die Podiumsteilnehmer konkrete evangelische Bildungsarbeit unter ihrem jeweils eigenen Blickwinkel betrachten und Ihnen die große Bandbreite kirchlicher Bildungsaktivitäten vorstellen.


Podiumsteilnehmer

Hans-Peter Ehrlich, Dekan, Stuttgart

Manuel Fieber, Sänger im Hymnuschor, Stuttgart

Maria Finkbeiner, Ehrenamtliche der Jugendkirche, Stuttgart

Sabine Henniger, Evang. Gesellschaft e.V., Stuttgart

Barbara Hohkamp, Schulleiterin der Falkertschule, Stuttgart

Moderation: Helmut Dopffel, Leitungskreis Offene Kirche Stuttgart


Sie sind herzlich eingeladen!

Um uns die Planungen zu erleichtern bitten wir Sie um eine kurze Voranmeldung per E-Mail an frederike.braeuchle@t-online.de – Falls Sie sich jedoch erst kurzfristig für die Teilnahme entscheiden können sind Sie uns natürlich ebenfalls herzlich willkommen!

Im Anschluß an die Podiumsdiskussion (ab 19 Uhr) laden wir Sie zu einem kleinen Stehempfang und freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.


Download Programm

Offene Kirche Stuttgart_Programm_Jahresempfang_2010

Wegbeschreibung


Haiti: Hilfsgüter für die Erdbebenopfer

Stuttgart, 18. Januar 2010. Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti warten viele der Überlebenden weiter dringend auf Hilfe. In den Trümmern haben sie Schilder aufgestellt mit der Aufschrift „Wir brauchen Hilfe“, wie der Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Tommy Ramm, berichtet. Das evangelische Hilfswerk organisiert mit Hochdruck die Verteilung von Hilfsgütern an die Opfer des schweren Erdbebens in Haiti.  Am Dienstagmorgen wird ein Flugzeug mit Hilfsgütern in Port-au-Prince erwartet, das die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit Caritas international von
Ostende (Belgien) ins Erdbebengebiet schickt.

Die Hilfsgüter werden im Laufe des Montagnachmittags geladen. Darunter sind medizinische Nothilfepakete
zur Basisversorgung von 80.000 Menschen für drei Monate. Zelte, Decken, Plastikplanen, Nahrungsmittel
sowie Tabletten zur Wasserreinigung wird die Diakonie Katastrophenhilfe voraussichtlich weiterschicken in
die Stadt Jacmel. Dort sind inzwischen zwei Mitarbeiter aus dem Büro der Diakonie Katastrophenhilfe in Port-
au-Prince eingetroffen. Sie organisieren mit lokalen Partnerorganisationen und den Partnern im globalen
kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) die Verteilung der Hilfsgüter und die Errichtung
von Notunterkünften. Seit längerem unterstützt das evangelische Hilfswerk im Gebiet von Jacmel Hilfsprojek-
te unter dem Aspekt der Katastrophenvorsorge und der Ernährungssicherung. Der Hilfsflug wird Ostende
(Belgien) am Abend um 21 Uhr verlassen.

Die Menschen warten dringend auf Hilfe, wie Tommy Ramm berichtet. „Autos von Hilfsorganisationen wer-
den angehalten und die Menschen bitten um Hilfe. Wie schwer es ist, unter den Bedingungen in Haiti die
Menschen zu versorgen, zeigt ein Eingeständnis der UNO. Die Vereinten Nationen erklärten, dass das Erdbe-
ben die schwerste Katastrophe ausmacht, mit der die Organisation jemals in ihrer Geschichte konfrontiert
wurde.“

Erleichterung gibt es bei der Diakonie Katastrophenhilfe in Stuttgart: Alle 26 Mitarbeiter des Büros des evan-
gelischen Hilfswerks in Haiti haben überlebt. Einige von ihnen haben jedoch Angehörige und ihre Häuser
verloren. Aus Port-au-Prince berichtet Tommy Ramm: „In vielen zerstörten Häusern spielen sich Dramen ab:
Hinterbliebene suchen mit bloßen Händen in den Trümmern, um Angehörige zu finden. Im zerstörten Zent-
rum gleichen einige Straßenzüge einer Geisterstadt. Ruinen und Leichen prägen das Bild“, so Ramm. „Für
Panik sorgte ein Nachbeben der Stärke 4,5 am späten Vormittag. Mehr als 50 Nachbeben haben die haitiani-
sche Hauptstadt seit Dienstag heimgesucht. Viele Menschen, die ihre Häuser noch haben, schlafen deshalb
aus Angst im Freien“, schildert Ramm die Situation.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden.

Diakonie Katastrophenhilfe:
– Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Kennwort: „Erdbebenhilfe Haiti“
– Per SMS: Spender können an die 8 11 90 eine SMS mit dem Stichwort ‚BEBEN‘ schicken. Von der Mobilfunk-Rechnung
werden dann 5 Euro abgebucht.

Online spenden: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti

„Evangelische Akademien sind das Gewissen der Gesellschaft“

Gottesdienst 30 Jahre Hospitalhof: Steffensky wünscht sich klares Profil der Kirchen

Hospitalhof Stuttgart

Stuttgart. „Die Kirche darf sich nicht nur um sich selbst drehen“, forderte Professor Dr. Fulbert Steffensky am Sonntag, 17. Januar, im Festgottesdienst zum 30-jährigen Bestehen des evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof in Stuttgart. Kirchengemeinden seien in der Gefahr, zu einem Ort zu werden, an dem Wahrheiten ausgesprochen würden, die niemandem weh tun, so der Professor aus Hamburg vor etwa 500 Zuhörern. Dem müssten evangelische Bildungseinrichtungen entgegen wirken. Die evangelischen Akademien seien das Gewissen von Stadt, Land und Gesellschaft. Sie müssten sich fragen, ob sie mit ihren Pogrammen noch unbequeme Wahrheiten aussprächen oder nur noch Seminare anböten, die allem und jedem gerecht würden. Steffensky wünsche sich „eine Kirche, die weiß, was sie will und tun muss“, denn eine solche Kirche wisse auch, was sie nicht will und nicht tut.

Professor Dr. Friedrich Schweitzer, Dekan der Evangelisch-theologischen Fakultät an der Universität Tübingen, hob in seinem Festvortrag hervor, dass schon die Reformatoren Bildung für alle als wichtiges Thema angesehen hätten. In heutiger Zeit müsse evangelische Bildung auf Herausforderungen reagieren. Beispielhaft nannte er die Spannung zwischen Glauben und Wissen: Der Streit zwischen Schöpfungsglaube und Evolutionstheorie sei überflüssig. Beide schlössen sich eben nicht gegenseitig aus, sondern ergänzten einander. Hier müsse evangelische Bildung Wissen vermitteln. Auch in Sachen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit forderte Schweitzer die Akademien und Bildungseinrichtungen dazu auf, nicht nur die eigenen Glaubensinhalte zu lehren, sondern auch die Inhalte von anderen Religionen. Zu den wichtigen Fragen unserer Zeit zählten unter anderem „Was heißt es, in einer religiös pluralen Gesellschaft Christ zu sein?“. Auch in ethischer Hinsicht hätten die evangelischen Kirchen einen wichtigen Bildungsauftrag. So sei die Frage nach der Zulässigkeit des therapeutischen Klonens gerade auch in der Kirche zu behandeln und zu hinterfragen.

„Die evangelische Erwachsenenbildung hat die Aufgabe, Menschen in ihrer Urteilskraft zu stärken, damit sie in aller Freiheit als Christenmenschen leben könnten – zum Wohle von Gesellschaft und Kirche“, sagte Oberkirchenrat Dr. Ulrich Heckel in seinem Grußwort. Er freue sich über die Vielfalt der Themen, die im Hospitalhof diskutiert würden. Auch lobte er die Vielfalt der Veranstaltungen: „Gastredner mit renommiertem Namen sind ein fester Bestandteil des Hauses“.Weitere Informationen: http://www.hospitalhof.de