Versorgungsauftrag für Kindergärten gekündigt

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, hat die evangelische Kirche hat aus Protest über die Haushaltspolitik des Stuttgarter Gemeinderates den Versorgungsvertrag mit der Stadt zum Ende dieses Jahres gekündigt und sich damit die Möglichkeit eröffnet, Einrichtungen an die Stadt zurückzugeben. „Wir haben den Vertrag nicht gekündigt, weil wir von uns aus Kitas aufgeben wollen. Aber wenn die Stadt die Zuschüsse nicht erhöht, sehen wir uns gezwungen, über unser Engagement nachzudenken“, sagt der evangelische Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich, der mit der Kündigung ein Signal an die Stadt und den Gemeinderat senden wollte. Die evangelische Kirche stellt derzeit rund 5200 Plätze in 124 Kitas. Da der Gemeinderate die zugesagten höheren Zuschüsse nicht genehmigt hat, fehlen nur etwa eine Million Euro, mit denen fest gerechnet wurde.

Hintergrund für den Streit sind die unterschiedlichen Zuschüsse, die die Stadt freien Trägern gewährt. Während die beiden großen Kirchen für ihre Kitas 80 Prozent der Personal- und Sachkosten finanziert bekommen, erhalten die anderen freien Träger, darunter Eltern-Kind-Initiativen, 90 Prozent ihrer Kosten über Zuschüsse. „Wir haben diese Ungleichbehandlung immer toleriert, aber jetzt hat sich auch unsere finanzielle Situation dramatisch verschlechtert“, sagt der evangelische Stadtdekan Ehrlich.

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