Krieg im Fokus – Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart

Gerda Taro/© International Center of Photography

Als einzige Station in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Stuttgart vom 30. Januar bis 16. Mai 2010 die Werke der Kriegsfotografin und Jüdin Gerda Taro. „Die Diskussion im Zuge des letzten Irakkrieges um die Berichterstattung zeigt, dass Kriegsfotografie nach wie vor ein aktuelles Thema ist“, sagte die Taro-Biografin Irme Schaber bei der Vorbesichtigung der Ausstellung in Stuttgart.

Vor 100 Jahren in Stuttgart geboren und vor den Nationalsozialisten nach Paris geflohen, berichtete Gerda Taro bis zu ihrem Tod 1937 im Alter von 26 Jahren vom Kampf der Republikaner gegen Francos Faschisten. Der spanische Bürgerkrieg gilt als erster wirklicher Medienkrieg in der Geschichte der Kriegsfotografie. Das Foto wird die politische Waffe von Gesinnungsjournalisten, die die Position der Schützen einnehmen.

Auch Gerda Taro will mit ihrer Berichterstattung mobilisieren und dem Antifaschismus zum Sieg erhelfen. Heroisierend stellt sie eine weibliche Milizionärin da, die mit hochhackigen Schuhen am Strand mit einer Pistole in der Hand für den Krieg übt. Einige Kompositionen zitieren mit steilen Untersichten und dynamischen Diagonalen die heroisierende Ästhetik des sozialistischen Realismus.

Die Retrospektive mit 85 Werken ist vom International Center of Photography in New York zusammen mit der Taro-Biografin Irme Schaber konzipiert worden. Parallel zur Ausstellung „Gerda Taro. Krieg im Fokus“ zeigt das Kunstmuseum Werke auf Papier von Otto Dix, der sich ebenfalls mit dem Thema Krieg auseinander gesetzt hat und die Grausamkeit und Entmenschlichung an der Front des zweiten Weltkrieges schonungslos darstellt. (Quelle epd)

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