Außendarstellung der Evangelischen Kirche in Stuttgart gestärkt

Die Mehrheit der evangelischen Kirchengemeinderäte in Stuttgart ist überzeugt: die Außendarstellung der Evangelischen Kirche in der Stadt hat seit der Gründung des Kirchenkreises gewonnen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage, die am Samstag, 27. Februar, auf einer Klausurtagung des Kirchenkreisausschusses in Uhlbach diskutiert wurde.

60 Gemeinden und Einrichtungen hatten sich an der Umfrage beteiligt. Grundsätzlich erklärten die meisten Zustimmung zur Gründung des Kirchenkreises im Jahr 2008 (das schrieben 20 Rückmeldungen) oder äußerten sich unentschieden. Nur eine Minderheit (4) hält den Kirchenkreis für überflüssig. Bei der internen Kommunikation werden jedoch Defizite beklagt. Die Strukturen und Zuständigkeiten im Kirchenkreis seien unübersichtlich. Die Kirchenbasis erfahre zu wenig davon, was in Ausschüssen und Einrichtungen diskutiert wird.

Früher war’s auch kompliziert

„Die vorherigen Strukturen waren auch kompliziert“, gab Ausschussmitglied Götz Nothdurft (Degerloch) zu bedenken. Möglicherweise sei erst durch die Kirchenkreisgründung ein Interesse an übergemeindlichen Strukturen geweckt worden. Und Jörg Titze, geschäftsführender Referent der Evangelischen Jugend Stuttgart, mahnte: „Die Gemeinden sollten nicht alle negativen Entwicklungen auf den Kirchenkreis projizieren. Finanzielle Einschnitte etwa wären auch ohne den Kirchenkreis gekommen.“

Pfarrer Dr. Karl Hardecker (Botnang) vermutet, dass hinter manchen kirchenkreis-kritischen Rückmeldungen ein typisch protestantisches Phänomen steht: „Wir haben ein geringes Kirchenbewusstsein. Oft wird nur die Ortsgemeinde gesehen, übergreifende Strukturen werden als notwendiges Übel wahrgenommen. Doch die Kirche ist immer mehr als nur die Ortsgemeinde.“ Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich regte an, im Kirchenkreis mehr gemeinsame Veranstaltungen anzubieten. „So können wir verbindende Erlebnismöglichkeiten schaffen.“

Zukunftswerkstatt, Informationsveranstaltungen etc. – Ideen für den Kirchenkreis

In Arbeitsgruppen diskutierten die Ausschussmitglieder über „die evangelische Kirche als stärkeren Partner der Stadt“, die Kinderfreundlichkeit der Kirche, Reformprozesse und Mission, Sparpotenziale und das „geistliche Leitungsorgan Kirchenkreissynode“. Unter anderem wurde eine Zukunftswerkstatt mit Mitarbeitenden aus allen Arbeitsfeldern des Kirchenkreises angeregt, um Ziele und Visionen für die Evangelische Kirche in Stuttgart zu erarbeiten. Kirchenkreissausschuss und Synode wollen in Zukunft ein Augenmerk darauf legen, die Kommunikation von Themen und Entscheidungen zwischen Kirchenkreisleitung und Gemeinden zu verbessern. Dazu wurden beispielsweise Informationsveranstaltungen in den vier Dekanatsbezirken des Kirchenkreises angeregt. Die Kirchenkreissynodale Gertrud Dorn (Feuerbach) sagte: „Die Gemeinden haben ein Recht darauf, zu erfahren, was der Kirchenkreis für sie leistet. Dabei braucht er sich nicht zu verstecken. Bei den Verhandlungen mit der Stadt um die Finanzierung von Kindertagesstätten leistet er beispielsweise einen wichtigen Beitrag, der den Gemeinden zugute kommt.“

(Quelle: elk-wue.de)

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