Ergebnisse der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode Würrtemberg

Zum Abschluss ihrer dreitägigen Frühjahrssitzung hat die württembergische evangelische Landessynode ein erweitertes Mitspracherecht für Kirchengemeinden bei der Auswahl ihrer Gemeindepfarrer beschlossen. Das Kirchenparlament votierte am Samstag in Schwäbisch Gmünd dafür, dass Kirchengemeinden künftig im Wahlverfahren zu den drei vom Oberkirchenrat vorgeschlagenen Kandidaten einen eigenen vierten in die Bewerbungen aufnehmen können.

Das Kirchenparlament befürwortet außerdem, das Erntedankfest 2010, das am 3. Oktober mit dem 20. Jahrestag der Deutschen Einheit zusammenfällt, unter einem besonderen Motto zu begehen.  Das Leitthema für diesen Tag wird „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie…“ (Jeremia 29, Vers 7) sein.

Die Präsidentin der Landessynode, Christel Hausding, sagte, die von der Landeskirche eingesetzte Kommission, die eventuellen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs in landeskirchlichen Einrichtungen nachgehen wird, könne bei Bedarf sofort aktiv werden. Eine Beantragte Aktuelle Stunde zum Thema lehnte Hausding jedoch ab mit dem Hinweis, zu diesem schwierigen Thema sei eine Vorbereitung nötig.

Als Gast der Synode kündigte der syrisch-orthodoxe Erzbischof Timotheos Samuel Aktes einen entschlossenen Kampf für die Erhaltung des Klosters Mir Gabriel im Südosten der Türkei an. Er bedankte sich für die Unterstützung aus der evangelischen Kirche.

Schwerpunkt der Synode war ein Klausurtag unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dabei erörterten die 95 Synodenmitglieder, wie die Kirche angesichts sinkender Einnahmen und zurückgehender Mitgliederzahlen im Jahr 2020 aussehen soll. Landesbischof Frank Otfried Judy gab am Vorabend des Klausurtages der Synode Leitlinien auf den Weg, die in Kürze auch veröffentlicht werden sollen.

Der Antrag künftig auch Jugenddelegierte in die Synode zu wählen, wird im Ältestenrat weiter beraten. Ruth Bauer vom Gesprächskreis Offene Kirche sagte, dass bereits bei der Aufstellung von Synodenkandidaten künftig stärker auf die Jüngeren geachtet werden müsste. „Junge Menschen werden gern gewählt, wenn sie sich denn aufstellen lassen“. Der Tagungsort außerhalb des Zentrums Stuttgart habe für die Synodalen gute Arbeitsbedingungen geboten, sagte Ruth Bauer, habe aber auch Chancen bezüglich der Öffentlichkeit vergeben. Sie hatte wenig Besucher bei den öffentlichen Plenarsitzungen beobachtet, was sie jedoch auch auf das vom Klausurtag unterbrochene Programm zurückführt. „Wir sollten eine gute Ausweichmöglichkeit innerhalb Stuttgarts suchen“, so Bauer. (Quelle: epd)

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