Stuttgart 21 – Christen sagen NEIN

Theologinnen und Theologen aus Baden-Württemberg mit unterschiedlicher theologischer und politischer Prägung haben eine Erklärung veröffentlicht, in der sie sich gegen Stuttgart 21 aussprechen. Sie sehen das Bauprojekt auch aus theologischer Perspektive kritisch.

Nach Gewichtung der Fakten und Abwägung der Argumente sind die Initiatoren zu der Überzeugung gekommen, das K21  die deutlich bessere Konzeption bietet. Warum Sie  S21 ablehnen und wer diese Intiative unterstützt erfahren Sie hier: www.s21-christen-sagen-nein.de

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Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Vom 12. bis 16. Mai 2010 findet in München das zweite Treffen evangelischer und katholischer Christen statt. An den fünf Tagen rechnen die Veranstalter mit über 100.000 Teilnehmern. Während des Kirchentages in München finden fast 3.000 Veranstaltungen statt. Das Spektrum reicht von Workshops, Präsentationen, Gottesdiensten Konzerten und Vorträgen bis zu Bibelarbeiten und Podiumsdiskussionen.

Der zentrale Eröffnungs- und Schlussgottesdienst wird auf der Theresienwiese gefeiert, weitere Gottesdienste auf dem Odeons- und Marienplatz. Auf dem Münchner Messegelände findet der Großteil des Programms statt. Auch in die Innenstadt und ins Olympiazentrum lädt der 2. ÖKT zu zahlreichen Diskussionen, Foren und Ausstellungen ein.

Das Programmheft mit seinen vielfältigen Informationen zu den thematischen, geistlichen und kulturellen Angeboten des ökumenischen Großereignisses ist nicht nur gedruckt, sondern auch über eine Programmdatenbank im Internet zugänglich. Unter www.oekt.de/programm können Sie das Programm als PDF herunterladen oder sich über eine Datenbank  ihr persönliches ÖKT-Programm zusammenstellen. Für Mobilgeräte steht die Datenbank demnächst zusätzlich unter mobil.oekt.de bereit.

Massaker an Christen in Nigeria

Hunderte Dorfbewohner sind in Nigeria brutal ermordet worden – offenbar bei einer Racheaktion von Muslimen an Christen.

Bei den Unruhen wurden weit mehr Menschen getötet wurden als zunächst angenommen. Muslimische Nomaden hatten in der Nacht zum Sonntag drei christliche Dörfer angegriffen. Dabei wurden binnen drei Stunden mehr als 500 Christen mit Macheten oder Äxten getötet und anschließend verbrannt, wie die Behörden mitteilten. Zunächst war von rund hundert Toten die Rede gewesen.

„Die Menschen wurden mit Äxten, Dolchen und Macheten angegriffen – viele von ihnen Kinder, Alte und schwangere Frauen“, sagte ein Sprecher der Regierung. Mehr als 200 Menschen würden im Krankenhaus von Jos behandelt, der Hauptstadt des zentralen Bundesstaates Plateau. Ein Sprecher des Gouverneurs von Plateau, Dan Manjang, machte Hirten des muslimischen Nomadenvolks der Fulani für die Attacken verantwortlich. Die Behörden hätten 95 Menschen festgenommen. Einem Pressebericht zufolge waren es 300 bis 500 Angreifer.

Nach Angaben von Überlebenden aus dem Dorf Dogo Nahawa stürmten die Angreifer mitten in der Nacht zum Sonntag die Ortschaft, brannten die Hütten nieder und töteten die Einwohner auf brutalste Weise. Flüchtende Dorfbewohner hätten sich in Tierfallen und Fischernetzen verfangen, die von den Angreifern aufgestellt worden seien.

Zeitungen berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass die muslimischen Bewohner per SMS vor dem dreistündigen Massaker gewarnt worden seien. Der Menschenrechtler Shamaki Gad Peter sprach nach einem Besuch in den drei Dörfern von einem „gut koordinierten Angriff“. Das Ausmaß der Zerstörung sei „enorm“, sagte er.

Das Massaker ist vermutlich eine Vergeltungsmaßnahme für die religiös motivierte Gewalt in Jos, durch die im Januar mehr als 300 Menschen starben, die meisten von ihnen Muslime. Die Region um Jos liegt an der Nahtstelle zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem christlich-animistisch geprägten Süden Nigerias und wird immer wieder von Zusammenstößen zwischen Anhängern der beiden Religionen erschüttert. (Quelle: Spiegel Online)