Jahresempfang 2012 – Offene Kirche Stuttgart

Sehr geehrte, liebe Mitglieder und Freunde der OK Stuttgart,
wir laden Sie herzlich zum Jahresempfang der OK Stuttgart am

Freitag, 10.Februar 2012, 17.30h – Schlosskirche Stuttgart

ein und freuen uns sehr, wenn wir Sie begrüßen dürfen.
Mit Blick auf die nächste Synodalwahl möchten wir mit diesen Jahresempfängen die OK in
Stuttgart wieder profilieren und deutlich machen, dass wir in Stuttgart relevante Themen in
einer zeitgemäßen theologischen Form aufgreifen.

Dieses Jahr geht es um das Thema Mehr als privat! Was hat Religion in der Öffentlichkeit zu suchen?

Mit Ihrer Anwesenheit tragen Sie zu diesem Ziel bei. Kommen Sie zu unserem Jahresempfang
und bringen Ihre Freunde und interessierte Menschen mit.

Mit guten Wünschen für ein gesegnetes Jahr 2012 grüßen wir Sie herzlich.

Für die OK Stuttgart
Gabriele Bartsch

Damit wir planen können, wäre es schön, wenn Sie sich bei friederike.braeuchle@t-online.de
anmelden.

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Anschreiben Mitglieder 1-2012

OK_Empfang_2012

Wolfgang Teske scheidet aus Diakonie-Vorstand aus

Wolfgang Teske | © privat / DW EKD

Nach Klaus-Dieter Kottnik verlässt nun auch der Vorstand für Wirtschaft und Finanzen Wolfgang Teske das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Nach Darstellung des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July, Vorsitzender des Aufsichtsgremiums, sind inzwischen alle Vorwürfe geklärt, die bei Auftragsvergaben des Vorstandes an eine Stuttgarter Beratungsfirma im Umfang von 731.000 Euro aufgetreten waren. Korruptionsgerüchte hatten die Runde gemacht, als 2010 bekannt wurde, dass der persönliche Referent des damaligen Diakoniepräsidenten Klaus-Dieter Kottnik stiller Teilhaber einer Beratungsfirma war, die auch die Diakonie beriet. Kurze Zeit später trat Kottnik aus gesundheitlichen Gründen zurück. Der im November 2010 vorgelegte Bericht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft deckte auf, dass die Unternehmensberatung ihr Auftragsvolumen unbemerkt um das 2,5-Fache überschritten hatte. Die Entlastung des Vorstands wurde daraufhin mehrfach verschoben.

Die Diakonie werde zukünftig ein effektiveres Controlling im Bundesverband einführen, für das Wolfgang Teske in der Vergangenheit mitverantwortlich war, versicherte der württembergische Landesbischof July der auch Vorsitzender des Aufsichtsgremiums des Diakonischen Werkes ist.

Seit September 2010 haben damit drei der vier Vorstandsmitglieder des evangelischen Wohlfahrtsverbandes haben den Spitzenverband verlassen: Der frühere Diakoniepräsident Klaus-Dieter Kottnik war im September zurückgetreten. Für den Rücktritt wurden gesundheitliche Gründe genannt. Seit 15. Januar leitet der frühere Vorstandsvorsitzende der Diakonie in Baden, Johannes Stockmeier, als Präsident die Bundesdiakonie. Er war am 9. Dezember in Kassel von der Diakonischen Konferenz gewählt worden.

Vizepräsident Wolfgang Teske verlässt den Verband zum 30. April und wird Kaufmännischer Vorstand des Diakonischen Werkes Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland mit Sitz in Halle. Der sozialpolitische Vorstand der Diakonie, Kerstin Griese, ist zum Jahreswechsel als SPD-Abgeordnete in den Bundestag zurückgekehrt, nachdem sie eine Zeit lang beide Ämter gleichzeitig wahrgenommen hatte.

Nachlese: Jahresempfang 2011 der Offenen Kirche Stuttgart

Schlosskirche | © Evangelische Kirche in Stuttgart

Am 25.2.2011 fand nun schon zum dritten Mal der Jahresempfang der Offenen Kirche Stuttgart statt. Diesjährige Referent Sven Giegold hielt einen Vortrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands, der zu regen Diskussionen animierte.

Rund 70 Gäste waren der Einladung der OK Stuttgart zum 3. Jahresempfang in die Schlosskirche gefolgt. Sven Giegold, Mitbegründer von attac Deutschland, Mitglied der Präsidialversammlung des Deutschen Evangangelischen Kirchentags und Abgeordneter der Grünen im Europaparlament begeisterte die Anwesenden mit einem nahezu frei gehaltenen Vortrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

Sowohl die ökologische als auch die soziale Krise, die unsere Situation gegenwärtig kennzeichnen, gefährden die Demokratie. Deshalb gelte es alles zu tun, sich für einen ökologisch nachhaltigen Lebensstil sowie Verteilungsgerechtigkeit einzusetzen. Für ihn sei es gewissermaßen Christenpflicht, sich angesichts der immensen Probleme nicht entmutigen zu lassen, sondern sich von den Visionen der Bibel anstecken zu lassen und daraus Hoffnung und Ermutigung für irdisches Handeln zu ziehen. Dies bedeute für ihn nicht, eine fertige Strategie im Kopf zu haben, sondern sich auf den Weg zu machen. Das trotzige „eine andere Welt ist möglich!“, mit dem sich attac seinerzeit auf den Weg gemacht habe, markiere für ihn genau diese Haltung.

Dennoch skizzierte Giegold einige Schritte, die aus seiner Sicht sinnvoll und unabdingbar sind. Er machte deutlich, dass der Schlüssel in den reichen Ländern liege. Wenn es nicht gelänge, dass die reichen Länder sich in sozialökologische Gesellschaften verwandeln, und zwar schnell, sei dies den Schwellenländern, wie beispielsweise China nicht plausibel zu machen, warum sie auf ein „schmutziges“ Wirtschaftswachstum verzichten sollen. Als ein gutes Beispiel, wie ein Umbau bei uns in Deutschland angestoßen wurde, ist das Engagement für erneuerbare Energien. Hier ist in den vergangenen Jahren ein Netzwerk von umweltpolitischen Akteuren, Unternehmern und Kunden entstanden, die die Entwicklung vorangetrieben haben. Hier ginge es um Verzicht von Atomstrom, dennoch sei dies nicht mit einer Einbuße an Lebensqualität verbunden. Was man hierbei lernen kann ist, dass politische Regeln einen gesellschaftlichen Transformationsprozess vorangebracht hätten.

Ein ähnlicher Prozess sei auch für den Bereich des Geldmarkts wünschenswert. Statt Kapital für kurzfristige hochspekulative Produkte einzusetzen, sollten stattdessen sozialökologische Projekte gefördert werden, die den Umbauprozess beschleunigen. Am Schluss rief er dazu auf, die Vision einer gerechten Welt im Herzen zu tragen und aus den stattgefundenen positiven Umbauprozessen zu lernen. Er wünschte sich eine prophetische Kirche, die sich zum Motor der Entwicklung mache. Die großen diakonischen Unternehmen und die Kirche hätten selbst eine Marktmacht, die sie als ethischer Konsument nützen könnten.

Das Stuttgarter teatro piccolo warf immer wieder szenische Geldstücke ein, die der Frage nachgingen, ob sich das soziale Klima auch erwärmt, wenn sich schon das Klima global erwärmt.

Der Jahresempfang wurde schließlich von den Gästen rege genutzt, die Schlosskirche bildete dazu ein schönes Ambiente.

Gabriele Bartsch, Offene Kirche Stuttgart

Diakonie bekämpft Arbeitnehmerrechte – Aktionstag von ver.di

Mit einem bundesweiten „Aktionstag Diakonie“ will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am  9.6.2010 ihre Forderung nach einem Streikrecht in der Diakonie untermauern. Beschäftigte in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen seien aufgerufen, an dem Aktionstag für gute Löhne und Arbeitnehmerrechte teilzunehmen, erklärte ver.di-Gewerkschaftssekretär Wolfgang Vater am Montag in Bielefeld. Aktionen gebe es unter anderem in Hannover, Bremen, Lüdenscheid, Siegen und Bielefeld.

Volle Arbeitnehmerrechte – Streikrecht und Tarifrecht – wird den meisten diakonischen Arbeitnehmer/innen vorenthalten. Gründe für Aktionen und Proteste gibt es viele. Seit der Wettbewerb im Bereich Soziales und Gesundheit eingreift, senken immer mehr diakonische Arbeitgeber das branchenübliche Niveau. Immer häufiger entscheiden Schiedsverfahren über die Arbeitsvertragsrichtlinien, die Arbeitsrechtlichen Kommissionen verlieren ihre Gestaltungsmacht. Die Mehrheit der MAV-Vertreter/innen in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werks der EKD sollen im Juni 2010 entmachtet werden, weil sie den Umstieg auf echte Tarifverträge fordern. Diakonische Arbeitgeber haben sich in einem Arbeitgeberverband zusammengeschlossen und sind der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände beigetreten. Für sich selber nehmen sie volle Unternehmerrechte wahr, doch Tarifverträge und Streikrecht der Beschäftigten wollen sie nicht akzeptieren. In Bielefeld hat ihnen das Arbeitsgericht im März das Streikverbot bestätigt, in Hamburg scheiterten die Arbeitgeber hingegen im April und Mai 2010 schon zweimal vor dem Arbeitsgericht.

Nach wie vor seien die Beschäftigten in der Diakonie von einer branchenüblichen Lohnentwicklung abgeschnitten, kritisierte Vater. Große diakonische Arbeitgeber würden wie gewinnorientierte Unternehmen handeln, indem sie Leiharbeitsfirmen gründeten und die Löhne senkten. Volle Arbeitnehmerrechte bekämpften sie dagegen mit allen Mitteln, sagte Vater. „So verschafft man sich auf Kosten aller Mitarbeitenden im Gesundheits- und Wohlfahrtsdienst Kostenvorteile.“

Flugblatt zum Aktionstag Diakonie

Kirchliches Public Viewing in Stuttgart zur Fußball WM

Tippspiel der evangelische Landeskirche Bayern

Die evangelische Landekirche Württemberg hat auf eine Themenseite zu den kirchlichen Angeboten während Fußball-Weltmeisterschaft 2010 zusammengestellt: Von Public Viewing in den Gemeinden über ein Tippspiel bis hin zu aktuellen Interviews mit Menschen vor Ort reicht die Palette.

Ein Highlight ist das Open-Air-Festival „Heimspiel in Stuttgart“, das am 24. Juli auf dem Cannstatter Wasen stattfindet. Es treten die Fantastischen Vier sowie weitere acht Bands und Künstler auf. Wer sich in Kirchengemeinde, Jugendwerk, CVJM oder einer anderen kirchlichen Einrichtung engagiert, hat die Möglichkeit, als Gruppe Karten vergünstigt zu erwerben. Von einem Teil des Erlöses der ermäßigten Tickets werden Eintrittskarten für bedürftige Jugendliche und Familien finanziert.

Zur Themenseite

Sondermarke zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Stuttgart

Nachdem sich die deutsche Post nicht bereit erklärt hatte eine Sondermarke anlässlich der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im Juli in Stuttgart heraus zu geben übernimmt dies nun die  österreichische Post. Auf der 55-Cent-Marke ist neben dem Stuttgarter Fernsehturm auch die Lutherrose sowie das Logo der Vollversammlung abgebildet. Die Marke ist direkt über die Württembergische Landeskirche erhältlich.

Wer also seinen Sommerurlaub in Österreich verbringt kann sich nun bei der Landeskirche mit Briefmarken für seine Postkarten eindecken. Über die Kosten diese Projektes und die Finanzierung wurde nichts bekannt gegeben.

Die elfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes findet unter dem Motto „Unser tägliches Brot gib uns heute“ vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart statt. Erwartet werden rund 400 Delegierte aus allen lutherischen Mitgliedskirchen weltweit. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit über 2000 Besuchern.

Weitere Informationen:

http://www.lwb-vollversammlung.org

»Partner für den Frieden« – Tagung zum Nahost Konflikt in der Akademie Bad Boll

In der Evangelischen Akademie Bad Boll findet vom 11. bis 13. Juni 2010 die Tagung »Partner für den Frieden statt«. Zu dieser Tagung sind Vertreter der Konfliktparteien im Nahen Osten, nämlich der Fatah, der Hamas sowie der ehemalige Sprecher des israelischen Parlaments eingeladen. Außerdem haben Bundestagsabgeordnete von CDU, FDP und SPD ihre Teilnahme an der Tagung zugesagt. Auf der Tagung soll unter anderem diskutiert werden warum wird die Hamas vom Westen isoliert, die früher als Terrorgruppe bezeichnete Fatah dagegen heute umworben wird? Die Hintergründe beider Strömungen und die Eskalationen zwischen ihnen werden ebenso Thema sein wie Ansätze für einen Dialog. Warum ist es für die Israelis wichtig, mit beiden zu reden? Was trauen wir uns in Deutschland bezogen auf den Konflikt zu? Eine Tagung im Gespräch mit Vertretern von Hamas, Fatah und aus Israel, mit deutschen Abgeordneten und Fachleuten.

Vor allem wegen der Einladung an den Vertreter der Hamas ist die Evangelische Akademie bei einigen evangelikalen Gruppierungen ungerechtfertigterweise in die Kritik geraten. Die Akademie nimmt zu den Vorgängen wie folgt Stellung:

Die Evangelische Akademie Bad Boll stellt wichtige Fragen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur auf ihren Tagungen zur Diskussion. Dabei kommen auch strittige Themen zur Sprache.

Auf ihrer Veranstaltung »Partner für den Frieden« will die Evangelische Akademie Bad Boll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit geben, über unterschiedliche Konzepte für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts zu diskutieren. Wie bei anderen Tagungen, macht sie sich dabei keine der debattierten Positionen zu eigen. Auch im Falle der Tagung »Partner für den Frieden« identifiziert sie sich weder mit den Zielen noch mit der Praxis der Hamas, der Fatah, der israelischen Regierung oder einer anderen Konfliktpartei. Selbstverständlich teilt die Evangelische Akademie Bad Boll keinerlei antijüdische oder antisemitische Auffassungen.

Das Interesse der Evangelischen Akademie Bad Boll ist es, Gesprächsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei lässt sie sich von der Vorstellung leiten, dass es hilfreicher ist, wenn Vertreter der Konfliktparteien miteinander reden als sich mit Waffengewalt zu bekriegen. Ebenso geht die Evangelische Akademie Bad Boll davon aus, dass es nützlicher ist, Vertreter verschiedener Positionen direkt zu befragen, als sich aus zweiter Hand zu informieren.

Mit der Veranstaltung »Partner für den Frieden« reagiert die Evangelische Akademie Bad Boll zugleich auf ein starkes Diskussionsbedürfnis in der deutschen Bevölkerung und das Interesse an Konzepten, die eine Perspektive für einen gewaltfreien und gerechten Frieden im Nahen Osten eröffnen. Dieses Interesse in der deutschen Zivilgesellschaft richtet sich auch auf die Politik der Bundesregierung und der deutschen Parteien. Die Evangelische Akademie Bad Boll hat daher auch Abgeordnete des Bundestages zu der Tagung eingeladen, um ihnen Gelegenheit zu geben, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern darüber zu diskutieren, wie sie sich die Beteiligung Deutschlands am Ausgleich zwischen den Konfliktparteien im Nahen Osten vorstellen.

Weitere Details zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier:

www.ev-akademie-boll.de

Auch der Kooperationspartner Pax Christi hat eine Stellungnahme zur Veranstaltung veröffentlicht

www.paxchristi.de