Offene Kirche Stuttgart gratuliert Winfried Kretschmann

Winfried Kretschmann leistet seinen Amtseid

Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Die Offene Kirche Stutgart gratuliert Winfried Kretschmann (Grüne) zur Wahl als neuem baden-württembergischen Ministerpräsidenten und wünscht ihm für seine Arbeit Gottes Segen.  Der frühere Grünen-Fraktionschef erhielt in Stuttgart 73 von 138 Stimmen. Da die grün-rote Koalition 71 Abgeordnete hat, bekam der 62-Jährige mindestens zwei Stimmen aus den Reihen der Opposition von CDU und FDP.

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Landessynodaler der Offenen Kirche in den Landtag gewählt

Rainer Hinderer | Offene Kirche

Rainer Hinderer | © Evangelische Landeskirche Württemberg

Mit Rainer Hinderer (SPD)  gehört dem neuen Landtag von Baden-Württemberg auch ein Synodaler der Offenen Kirche an.

Der gelernte Schreiner und Diplom-Sozialarbeiter, Rainer Hinderer (48), aus Heilbronn engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten hauptberuflich in unterschiedlichsten sozialen Einrichtungen. Seit 1995 ist Hinderer Geschäftsführer und Vorstand der Jugendwerkstätten, der diakonischen Jugendberufshilfeeinrichtung für den Stadt- und Landkreis Heilbronn und mittlerweile Vorstandsmitglied der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn e.V. Eine Einrichtung, die täglich 2.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erreicht und mit mehr als 550 Mitarbeitern zu den größten sozialen Einrichtungen der Region zählt.  In der Landessynode gehört Hinderer dem Gesprächskreis „Offene Kirche“ an und ist Mitglied im Ausschuss für Diakonie. Als Heilbronner Gemeinderat ist er u.a. im Aufsichtsrat des Altenpflegeheims Katharinenstift sowie der SLK-Kliniken aktiv und engagiert sich darüber hinaus für den Gaffenberg und die Offenen Hilfen.

Diakonie bekämpft Arbeitnehmerrechte – Aktionstag von ver.di

Mit einem bundesweiten „Aktionstag Diakonie“ will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am  9.6.2010 ihre Forderung nach einem Streikrecht in der Diakonie untermauern. Beschäftigte in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen seien aufgerufen, an dem Aktionstag für gute Löhne und Arbeitnehmerrechte teilzunehmen, erklärte ver.di-Gewerkschaftssekretär Wolfgang Vater am Montag in Bielefeld. Aktionen gebe es unter anderem in Hannover, Bremen, Lüdenscheid, Siegen und Bielefeld.

Volle Arbeitnehmerrechte – Streikrecht und Tarifrecht – wird den meisten diakonischen Arbeitnehmer/innen vorenthalten. Gründe für Aktionen und Proteste gibt es viele. Seit der Wettbewerb im Bereich Soziales und Gesundheit eingreift, senken immer mehr diakonische Arbeitgeber das branchenübliche Niveau. Immer häufiger entscheiden Schiedsverfahren über die Arbeitsvertragsrichtlinien, die Arbeitsrechtlichen Kommissionen verlieren ihre Gestaltungsmacht. Die Mehrheit der MAV-Vertreter/innen in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werks der EKD sollen im Juni 2010 entmachtet werden, weil sie den Umstieg auf echte Tarifverträge fordern. Diakonische Arbeitgeber haben sich in einem Arbeitgeberverband zusammengeschlossen und sind der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände beigetreten. Für sich selber nehmen sie volle Unternehmerrechte wahr, doch Tarifverträge und Streikrecht der Beschäftigten wollen sie nicht akzeptieren. In Bielefeld hat ihnen das Arbeitsgericht im März das Streikverbot bestätigt, in Hamburg scheiterten die Arbeitgeber hingegen im April und Mai 2010 schon zweimal vor dem Arbeitsgericht.

Nach wie vor seien die Beschäftigten in der Diakonie von einer branchenüblichen Lohnentwicklung abgeschnitten, kritisierte Vater. Große diakonische Arbeitgeber würden wie gewinnorientierte Unternehmen handeln, indem sie Leiharbeitsfirmen gründeten und die Löhne senkten. Volle Arbeitnehmerrechte bekämpften sie dagegen mit allen Mitteln, sagte Vater. „So verschafft man sich auf Kosten aller Mitarbeitenden im Gesundheits- und Wohlfahrtsdienst Kostenvorteile.“

Flugblatt zum Aktionstag Diakonie

Sondermarke zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Stuttgart

Nachdem sich die deutsche Post nicht bereit erklärt hatte eine Sondermarke anlässlich der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im Juli in Stuttgart heraus zu geben übernimmt dies nun die  österreichische Post. Auf der 55-Cent-Marke ist neben dem Stuttgarter Fernsehturm auch die Lutherrose sowie das Logo der Vollversammlung abgebildet. Die Marke ist direkt über die Württembergische Landeskirche erhältlich.

Wer also seinen Sommerurlaub in Österreich verbringt kann sich nun bei der Landeskirche mit Briefmarken für seine Postkarten eindecken. Über die Kosten diese Projektes und die Finanzierung wurde nichts bekannt gegeben.

Die elfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes findet unter dem Motto „Unser tägliches Brot gib uns heute“ vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart statt. Erwartet werden rund 400 Delegierte aus allen lutherischen Mitgliedskirchen weltweit. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit über 2000 Besuchern.

Weitere Informationen:

http://www.lwb-vollversammlung.org

»Partner für den Frieden« – Tagung zum Nahost Konflikt in der Akademie Bad Boll

In der Evangelischen Akademie Bad Boll findet vom 11. bis 13. Juni 2010 die Tagung »Partner für den Frieden statt«. Zu dieser Tagung sind Vertreter der Konfliktparteien im Nahen Osten, nämlich der Fatah, der Hamas sowie der ehemalige Sprecher des israelischen Parlaments eingeladen. Außerdem haben Bundestagsabgeordnete von CDU, FDP und SPD ihre Teilnahme an der Tagung zugesagt. Auf der Tagung soll unter anderem diskutiert werden warum wird die Hamas vom Westen isoliert, die früher als Terrorgruppe bezeichnete Fatah dagegen heute umworben wird? Die Hintergründe beider Strömungen und die Eskalationen zwischen ihnen werden ebenso Thema sein wie Ansätze für einen Dialog. Warum ist es für die Israelis wichtig, mit beiden zu reden? Was trauen wir uns in Deutschland bezogen auf den Konflikt zu? Eine Tagung im Gespräch mit Vertretern von Hamas, Fatah und aus Israel, mit deutschen Abgeordneten und Fachleuten.

Vor allem wegen der Einladung an den Vertreter der Hamas ist die Evangelische Akademie bei einigen evangelikalen Gruppierungen ungerechtfertigterweise in die Kritik geraten. Die Akademie nimmt zu den Vorgängen wie folgt Stellung:

Die Evangelische Akademie Bad Boll stellt wichtige Fragen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur auf ihren Tagungen zur Diskussion. Dabei kommen auch strittige Themen zur Sprache.

Auf ihrer Veranstaltung »Partner für den Frieden« will die Evangelische Akademie Bad Boll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit geben, über unterschiedliche Konzepte für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts zu diskutieren. Wie bei anderen Tagungen, macht sie sich dabei keine der debattierten Positionen zu eigen. Auch im Falle der Tagung »Partner für den Frieden« identifiziert sie sich weder mit den Zielen noch mit der Praxis der Hamas, der Fatah, der israelischen Regierung oder einer anderen Konfliktpartei. Selbstverständlich teilt die Evangelische Akademie Bad Boll keinerlei antijüdische oder antisemitische Auffassungen.

Das Interesse der Evangelischen Akademie Bad Boll ist es, Gesprächsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei lässt sie sich von der Vorstellung leiten, dass es hilfreicher ist, wenn Vertreter der Konfliktparteien miteinander reden als sich mit Waffengewalt zu bekriegen. Ebenso geht die Evangelische Akademie Bad Boll davon aus, dass es nützlicher ist, Vertreter verschiedener Positionen direkt zu befragen, als sich aus zweiter Hand zu informieren.

Mit der Veranstaltung »Partner für den Frieden« reagiert die Evangelische Akademie Bad Boll zugleich auf ein starkes Diskussionsbedürfnis in der deutschen Bevölkerung und das Interesse an Konzepten, die eine Perspektive für einen gewaltfreien und gerechten Frieden im Nahen Osten eröffnen. Dieses Interesse in der deutschen Zivilgesellschaft richtet sich auch auf die Politik der Bundesregierung und der deutschen Parteien. Die Evangelische Akademie Bad Boll hat daher auch Abgeordnete des Bundestages zu der Tagung eingeladen, um ihnen Gelegenheit zu geben, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern darüber zu diskutieren, wie sie sich die Beteiligung Deutschlands am Ausgleich zwischen den Konfliktparteien im Nahen Osten vorstellen.

Weitere Details zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier:

www.ev-akademie-boll.de

Auch der Kooperationspartner Pax Christi hat eine Stellungnahme zur Veranstaltung veröffentlicht

www.paxchristi.de

Kein Tennis am Karfreitag

Landesbischof Frank O. July

„Ich habe nichts gegen Tennis“, sagt Landesbischof Frank Otfried July, „aber ich habe sehr wohl etwas gegen ein Tennisturnier am Karfreitag“. Dieser Tag sei ein Tag der Stille.

July reagiert damit auf die Planungen der Veranstalter des Porsche Tennis Grand Prix, die vorsehen, dass am Karfreitag 2011 die Viertelfinalspiele im Damen-Tennis stattfinden sollen. Dagegen protestiert der Landesbischof energisch und ruft die Veranstalter dazu auf, einen neuen Termin zu suchen, der besser für ein solches Turnier geeignet sei als ausgerechnet Karfreitag.

„Der Karfreitag ist ein Tag, an dem die Menschen sich an das Sterben Jesu erinnern. Für evangelische Christinnen und Christen ist dies ein wichtiger Feiertag“, so July weiter. Dieser sei geprägt von Andacht und Stille. Zudem stehe der Karfreitag unter dem besonderen Schutz des Gesetzes. (Quelle: elk-wue.de)

FAIR HANDELN und Slow Food 2010 vom 15.4. bis 18.4.2010 auf der Stuttgarter Messe

„Gut, sauber und fair“ lautet das Motto der weltweit agierenden Slow Food Vereinigung, die heute rund 80.000 Mitglieder zählt, davon mehr als 10.000 allein in Deutschland. Tendenz steigend und auch das Interesse der Bevölkerung an Slow Food-Produkten nimmt weiter zu. Zum vierten Mal organisiert die Messe Stuttgart vom 15.4. bis zum 18.4.2010 zusammen mit Slow Food Deutschland als ideellem Partner den Markt des guten Geschmacks, die Slow Food Messe, im neuen Messegelände.

Wie im Vorjahr findet parallel zur Slow Food Messe 2010 die FAIR HANDELN Internationale Messe für global verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln statt. Am Donnerstag, 15. April, wird es eine gemeinsame Eröffnungsveranstaltung geben. Zudem kann man am Abend des ersten Messetages bei der „Nacht der Sinne“ dieselben in drei Messehallen umherschweifen lassen. Probieren, Flanieren und Einkaufen umrahmt von Zimbal-Musik des Ensembles aus dem Gastland Tschechien.

Auch die evangelische Landeskirche Württemberg ist auf der FAIR HANDELN vertreten: Am Eingang Ost können die Besucher Informationen zu Kirchlichen Diensten und Einrichtungen wie Brot für die Welt bekommen. Auch zu Veranstaltungen der Landeskirche kann man dort mehr erfahren. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter des Teams der Kirchlichen Dienste nehmen sich Zeit für Sie, Ihnen als hilfsbereiter Gesprächspartner für alle Fragen des Lebens, Glaubens und über die Kirche bereitzustehen. Außerdem wird täglich von 12.45 – 13.00 Uhr im Raum der Stille (Eingang Ost- im Atrium, gegenüber der Garderobe) eine Andacht angeboten.

Weitere Informationen zur FAIR HANDELN