Jahresversammlung 2010 der Offenen Kirche Württemberg

Die Offene Kirche, evangelische Vereinigung in Württemberg, beschäftigte sich auf ihrer diesjährigen Jahresversammlung in Stuttgart mit der anstehenden Kirchenreform. Gastredner war Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Kirchenrat der badischen evangelischen Kirche.

In ihrem Geschäftsbericht stellte die Vorsitzende der Offenen Kirche, Pfarrerin Kathinka Kaden, unter anderem die neue Zeitung „anstöße“ vor. Die Publikation enthält aktuelle Informationen aus der Offenen Kirche und Mitglieder des Vorstands äußern sich dort aus ihrer Sicht zur württembergischen Kirchenpolitik – „anstöße“ wird kostenlos in den Bezirken und Gemeinden verteilt. Das neue Format erhöht die Lesbarkeit und stößt nach Aussage von Frau Kaden auf positive Resonanz – die erste Ausgabe ist bereits vergriffen, sie steht Ihnen jedoch als PDF Datei zum Download zur Verfügung.

Nach der Aussprache über den Geschäftsbericht des Vorstands und des Rechners berichteten die Synodalen der Offenen Kirche Württemberg aus der letzten Sitzung der Landessynode. Sie kritisierten dabei insbesondere die Entscheidung der Präsidentin Dr. Christel Hausding, eine beantragte Aktuelle Stunde über das Thema Missbrauch im Raum der Kirchen nicht auf die Tagesordnung zu nehmen.

Download:

Geschäftsbericht Offene Kirche Württemberg 2009

Zeitschrift „anstöße“ 1/2010


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„beraten und beschlossen“ berichtet über die Frühjahrstagung der Landessynode

Das Amt für Information der Landeskirche hat die aktuelle Dokumentation „beraten und beschlossen“ veröffentlicht. Enthalten sind Berichten über die Debatten zu den einzelnen Tagungsordnungspunkten und die Beschlüsse der evangelischen Landessynode Württemberg.

„beraten und beschlossen“ 1/2010 (PDF)

Ergebnisse der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode Würrtemberg

Zum Abschluss ihrer dreitägigen Frühjahrssitzung hat die württembergische evangelische Landessynode ein erweitertes Mitspracherecht für Kirchengemeinden bei der Auswahl ihrer Gemeindepfarrer beschlossen. Das Kirchenparlament votierte am Samstag in Schwäbisch Gmünd dafür, dass Kirchengemeinden künftig im Wahlverfahren zu den drei vom Oberkirchenrat vorgeschlagenen Kandidaten einen eigenen vierten in die Bewerbungen aufnehmen können.

Das Kirchenparlament befürwortet außerdem, das Erntedankfest 2010, das am 3. Oktober mit dem 20. Jahrestag der Deutschen Einheit zusammenfällt, unter einem besonderen Motto zu begehen.  Das Leitthema für diesen Tag wird „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie…“ (Jeremia 29, Vers 7) sein.

Die Präsidentin der Landessynode, Christel Hausding, sagte, die von der Landeskirche eingesetzte Kommission, die eventuellen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs in landeskirchlichen Einrichtungen nachgehen wird, könne bei Bedarf sofort aktiv werden. Eine Beantragte Aktuelle Stunde zum Thema lehnte Hausding jedoch ab mit dem Hinweis, zu diesem schwierigen Thema sei eine Vorbereitung nötig.

Als Gast der Synode kündigte der syrisch-orthodoxe Erzbischof Timotheos Samuel Aktes einen entschlossenen Kampf für die Erhaltung des Klosters Mir Gabriel im Südosten der Türkei an. Er bedankte sich für die Unterstützung aus der evangelischen Kirche.

Schwerpunkt der Synode war ein Klausurtag unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dabei erörterten die 95 Synodenmitglieder, wie die Kirche angesichts sinkender Einnahmen und zurückgehender Mitgliederzahlen im Jahr 2020 aussehen soll. Landesbischof Frank Otfried Judy gab am Vorabend des Klausurtages der Synode Leitlinien auf den Weg, die in Kürze auch veröffentlicht werden sollen.

Der Antrag künftig auch Jugenddelegierte in die Synode zu wählen, wird im Ältestenrat weiter beraten. Ruth Bauer vom Gesprächskreis Offene Kirche sagte, dass bereits bei der Aufstellung von Synodenkandidaten künftig stärker auf die Jüngeren geachtet werden müsste. „Junge Menschen werden gern gewählt, wenn sie sich denn aufstellen lassen“. Der Tagungsort außerhalb des Zentrums Stuttgart habe für die Synodalen gute Arbeitsbedingungen geboten, sagte Ruth Bauer, habe aber auch Chancen bezüglich der Öffentlichkeit vergeben. Sie hatte wenig Besucher bei den öffentlichen Plenarsitzungen beobachtet, was sie jedoch auch auf das vom Klausurtag unterbrochene Programm zurückführt. „Wir sollten eine gute Ausweichmöglichkeit innerhalb Stuttgarts suchen“, so Bauer. (Quelle: epd)

Heidi Essig-Hinz von der Offene Kirche ist neues Mitglied der evangelischen Landessynode Württemberg

Heidi Essig-Hinz, Offene Kirche

Als neues Mitglied der Synode wurde Heidi Essig-Hinz von der Offene Kirche verpflichtet. Sie ist Pfarrerin in Waiblingen-Neustadt und rückt für Wolfgang Traub nach, der mittlerweile als Personaldezernent der Landeskirche arbeitet.

Themen der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode Württemberg

Die Landessynode tagt heute nichtöffentlich. In der öffentlichen Sitzung vom Donnerstag, 11. März, wurden schon einige Tagesordnungspunkte besprochen, die ursprünglich erst für den Samstag vorgesehen waren. Deshalb wird die Synode am 13. März nur noch die Tagesordnungspunkte 19 (Schwerpunkttag 2011: Musik in der Kirche) und 20 (Änderung der Konfirmationsordnung) behandeln. Außerdem werden die zweiten Lesungen der am Donnerstag schon in erster Lesung behandelten Gesetze vorgenommen (TOP 4 und 5). Zudem wird gewählt (TOP 2 und 3).

Die bisher behandelten Themen

Schwerpunkttag Reichtum und Armut

Klimaschutz in der Landeskirche

Tag der Schöpfung nicht mehr am 1. September

Erntedankfest 2010 am 20. Jahrestag der Deutschen Einheit

Staatskirchenrecht für angehende Beamte

Gesprächskreise oder Parteien?

Pfarrstellenbesetzungsgesetz

Situation der Christen in der Türkei

Medien und Kirche

Gedenktag für verfolgte Christen

Heidi Essig-Hinz von der Offenen Kirche ist neue Synodale

Ausführliche Informationen und Dokumente zur Frühjahrssynode finden Sie unter:

www.elk-wue.de/landeskirche/landessynode/fruehjahrstagung-2010/

Start der Frühjahrssynode der evangelischen Kirche Württemberg

An diesem Donnerstag, 11. März, beginnt die Frühjahrssynode in Schwäbisch Gmünd. Bis Samstag werden sich die 95 Synodalen unter anderem mit der Zukunft der württembergischen Landeskirche angesichts schwindender Mitgliederzahlen und Finanzen befassen.

Am Freitag tagt die Synode nicht öffentlich über die Zukunft der Landeskirche. „Für die Diskussion neuer Ideen braucht es auch einmal einen geschützten Raum“, erklärt Pfarrer Christian Tsalos, Pressesprecher der württembergischen Landeskirche. Die Synodalen sollen gemeinsam ein Bild davon entwerfen, wo die Kirche im Jahr 2020 stehen soll. Auf das Ergebnis darf man angesichts des beschränkten Zeitraumes gespannt sein – es bleibt zu hoffen das zumindest die Ergebnisse des Klausurtages den Mitgliedern unserer Landeskirche zugänglich gemacht werden und es sich nicht nur um neue Sparpläne handeln wird.

Ein weiteres Thema ist die Regelung, wie Pfarrstellen in der Landeskirche besetzt werden. Ein Gesetzentwurf sieht mehr Rechte für Kirchengemeinden vor. Sollte der Entwurf eine Mehrheit bekommen, können die Gemeinden selbst einen Kandidaten auf die Bewerberliste setzen und müssen sich nicht mehr mit dem Vorschlag von maximal drei Kandidaten begnügen, den der Oberkirchenrat ihnen vorgibt.

Außerdem entscheiden die Synodalen in Schwäbisch Gmünd, ob sie das Gesetz der EKD zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses auch für Württemberg übernehmen wollen. Hier wird interessant sein, ob das württembergische Kirchenparlament auch Diakone als Seelsorger definiert oder dies nur auf Pfarrer beschränkt. Sollten Diakone nicht berücksichtigt werden, droht möglicherweise ein hoher Verwaltungsaufwand da in diesem Fall Einzelfallregelungen notwendig würden.  Weitere Themen sind Klimaschutz und Armutsbekämpfung.

Themen der Frühjahrstagung der Landessynode

Die 14. Landessynode tagt vom 11. bis zum 13. März 2010 in Schwäbisch Gmünd. Auf der Tagesordnung stehen Wahlen, beispielsweise für den Stiftungsrat und den Ausschuss für Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit. Außerdem wird ein neues Mitglied der Synode verpflichtet, das die Nachfolge von Wolfgang Traub antritt, der im Januar 2010 als Personaldezernent der Landeskirche eingesetzt wurde und deshalb aus dem Gremium schied. Am 12. März tagt die Synode nicht-öffentlich mit dem Oberkirchenrat.

Die vorläufige Tagesordnung steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Wuerttembergische Landessynode 2010 Tagesordnung (PDF)