Start der Frühjahrssynode der evangelischen Kirche Württemberg

An diesem Donnerstag, 11. März, beginnt die Frühjahrssynode in Schwäbisch Gmünd. Bis Samstag werden sich die 95 Synodalen unter anderem mit der Zukunft der württembergischen Landeskirche angesichts schwindender Mitgliederzahlen und Finanzen befassen.

Am Freitag tagt die Synode nicht öffentlich über die Zukunft der Landeskirche. „Für die Diskussion neuer Ideen braucht es auch einmal einen geschützten Raum“, erklärt Pfarrer Christian Tsalos, Pressesprecher der württembergischen Landeskirche. Die Synodalen sollen gemeinsam ein Bild davon entwerfen, wo die Kirche im Jahr 2020 stehen soll. Auf das Ergebnis darf man angesichts des beschränkten Zeitraumes gespannt sein – es bleibt zu hoffen das zumindest die Ergebnisse des Klausurtages den Mitgliedern unserer Landeskirche zugänglich gemacht werden und es sich nicht nur um neue Sparpläne handeln wird.

Ein weiteres Thema ist die Regelung, wie Pfarrstellen in der Landeskirche besetzt werden. Ein Gesetzentwurf sieht mehr Rechte für Kirchengemeinden vor. Sollte der Entwurf eine Mehrheit bekommen, können die Gemeinden selbst einen Kandidaten auf die Bewerberliste setzen und müssen sich nicht mehr mit dem Vorschlag von maximal drei Kandidaten begnügen, den der Oberkirchenrat ihnen vorgibt.

Außerdem entscheiden die Synodalen in Schwäbisch Gmünd, ob sie das Gesetz der EKD zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses auch für Württemberg übernehmen wollen. Hier wird interessant sein, ob das württembergische Kirchenparlament auch Diakone als Seelsorger definiert oder dies nur auf Pfarrer beschränkt. Sollten Diakone nicht berücksichtigt werden, droht möglicherweise ein hoher Verwaltungsaufwand da in diesem Fall Einzelfallregelungen notwendig würden.  Weitere Themen sind Klimaschutz und Armutsbekämpfung.

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